Zahlungsbedingungen und Einzugsermächtigung
Stand: 24.10.2026 · Fassung 2026-10-24
Diese Zahlungsbedingungen regeln, wie das Entgelt für „Multichannel Live“ automatisch von der Zahlungsart abgebucht wird, die der Kunde in der Software hinterlegt. Der Kunde bestätigt sie ausdrücklich, bevor er die Zahlungsart hinterlegt.
§ 1 Geltungsbereich und Verhältnis zu den AGB
(1) Diese Zahlungsbedingungen gelten zwischen Kaygisiz IT Consulting, Inhaber Mehmet Kaygisiz, Irenenstr. 91, 40468 Düsseldorf („Anbieter“) und dem Kunden, sobald der Kunde in der Software eine Zahlungsart für die automatische Abbuchung hinterlegt und diese Zahlungsbedingungen dabei bestätigt. Sie gelten nur für Kundenkonten mit automatischer Abbuchung. Für Konten, die nach Rechnung zahlen, gelten sie nicht; dort bleibt es bei den AGB. Haben Anbieter und Kunde individuell andere Preise oder ein anderes Abrechnungsmodell vereinbart (§ 4 Abs. 1 AGB), gelten diese; die Zahlungsbedingungen regeln dann nur die Abwicklung der Zahlung.
(2) Die Zahlungsbedingungen ergänzen § 4 der AGB für Konten mit automatischer Abbuchung. Sie weichen von § 4 Abs. 2 AGB in zwei Punkten ab: Die Vergütung wird insgesamt monatlich nachträglich abgerechnet (nicht im Voraus), und der Rechnungsbetrag wird nicht erst innerhalb von 14 Tagen, sondern zum Einzugstermin fällig (§ 4 Abs. 4 dieser Zahlungsbedingungen). Insoweit gehen diese Zahlungsbedingungen den AGB vor. Im Übrigen gelten die AGB unverändert, insbesondere § 4 Abs. 3 AGB (Sperre erst nach mehr als 14 Tagen Verzug und vorheriger Ankündigung in Textform), die § 8 dieser Zahlungsbedingungen nur konkretisiert.
(3) Das Angebot richtet sich wie die Software ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (§ 1 Abs. 2 AGB). Mit dem Hinterlegen der Zahlungsart bestätigt der Kunde, dass er als Unternehmer handelt. Ein Widerrufsrecht für Verbraucher besteht deshalb nicht.
(4) Diese Zahlungsbedingungen gelten auch für Konten des Partnerprogramms „DealClub Connector“, sobald dort eine Zahlungsart für die automatische Abbuchung hinterlegt wird. Der Fixpreis wird dann wie jeder andere Monatsbetrag nachträglich nach Monatsende abgerechnet und abgebucht (§ 4 Abs. 1). Die Angabe „monatlich im Voraus“ in den AGB und auf der Seite des Partnerprogramms beschreibt die Abrechnung nach Rechnung; bei automatischer Abbuchung gehen diese Zahlungsbedingungen vor.
§ 2 Zahlungsarten und Zahlungsdienstleister
(1) Der Kunde kann als Zahlungsart die SEPA-Basislastschrift (Konto in einem SEPA-Land), eine Kredit- oder Debitkarte oder PayPal hinterlegen. Welche dieser Zahlungsarten bei der Auswahl angeboten werden, zeigt die Zahlungsseite. Die SEPA-Firmenlastschrift wird nicht angeboten.
(2) Die Zahlungen werden über Stripe Payments Europe, Ltd., Dublin (Irland) („Stripe“) abgewickelt; bei PayPal wirkt zusätzlich PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., Luxemburg mit. Die Zahlungsart wird auf einer Seite von Stripe hinterlegt, bei PayPal anschließend bei PayPal. Der Anbieter erhält und speichert weder die vollständige Kontonummer (IBAN) noch die Kartennummer noch Zugangsdaten des PayPal-Kontos, sondern nur Verweise (Kennungen) des Zahlungsdienstleisters und einen Anzeigetext, etwa die letzten Ziffern oder den Namen des Kartentyps.
(3) Für die Nutzung der Zahlungsarten berechnet der Anbieter keinen Zuschlag. Kosten bei einer vom Kunden zu vertretenden Rückbuchung regelt § 7 Abs. 4.
§ 3 Zahlungsart hinterlegen, Einzugsermächtigung (SEPA-Mandat)
(1) Mit dem Hinterlegen der Zahlungsart und dem Bestätigen dieser Zahlungsbedingungen ermächtigt der Kunde den Anbieter, die nach dem Vertrag geschuldeten Entgelte (Monatsbeträge laut Rechnung) von der hinterlegten Zahlungsart einzuziehen. Bei der SEPA-Basislastschrift ermächtigt der Kunde den Anbieter als Zahlungsempfänger, Zahlungen vom angegebenen Konto mittels Lastschrift einzuziehen, und weist sein Kreditinstitut an, die vom Anbieter gezogenen Lastschriften einzulösen. Mandatsreferenz und Gläubiger-Identifikationsnummer teilt der Zahlungsdienstleister dem Kunden bei der Erteilung des Mandats mit. Das Mandat gilt für wiederkehrende Lastschriften in wechselnder Höhe (der Monatsbetrag richtet sich nach der Nutzung), bis der Kunde es widerruft (§ 6).
(2) Bei Karte und PayPal stimmt der Kunde zu, dass der Anbieter die hinterlegte Zahlungsart für die vereinbarten, wiederkehrenden Zahlungen ohne erneute Mitwirkung des Kunden belasten darf. Verlangt die Bank des Kunden für eine Zahlung eine Bestätigung (zum Beispiel 3-D Secure), die ohne den Kunden nicht möglich ist, fordert der Anbieter den Kunden per E-Mail auf, die Zahlungsart neu zu bestätigen oder eine andere Zahlungsart zu hinterlegen.
(3) Der Kunde versichert, dass er (oder eine für ihn vertretungsberechtigte Person) Inhaber des Kontos, der Karte oder des PayPal-Kontos oder darüber verfügungsberechtigt ist und die Angaben richtig sind. Er ändert die Zahlungsart rechtzeitig, wenn die Karte abläuft, das Konto geschlossen wird oder die Zahlungsart aus anderen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.
(4) Der Anbieter hält als Nachweis fest, wer (Benutzername), wann und in welcher Fassung dieser Zahlungsbedingungen zugestimmt hat. Zahlungsdaten gehören nicht dazu.
§ 4 Abrechnung, Rechnung als Vorabankündigung, Einzugstermin
(1) Der Anbieter rechnet das Entgelt für jeden Kalendermonat nach Monatsende ab. Das gilt auch für Pakete, Pauschalen und Funktionspreise (bei einem Paket nach der Preisliste richtet sich das Entgelt nach den Bestellungen und der Nutzung im abgerechneten Monat). Eine Abrechnung im Voraus findet nicht statt. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer; ob und in welcher Höhe Umsatzsteuer anfällt, richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften und den Angaben des Kunden (zum Beispiel Anschrift und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer), die der Kunde aktuell hält (§ 3 Abs. 1 AGB).
(2) In den ersten Tagen des Folgemonats stellt der Anbieter die Rechnung aus und sendet sie dem Kunden nach § 5. Die Rechnung nennt die Rechnungsnummer, den Leistungszeitraum, den Betrag (netto, Umsatzsteuer, brutto), die hinterlegte Zahlungsart (nur mit dem Anzeigetext) und den Einzugstermin.
(3) Die Rechnung ist zugleich die Vorabankündigung des Einzugs (Pre-Notification) mit Betrag und Termin. Die Parteien vereinbaren, dass der Einzug frühestens zwei Kalendertage nach dem Versand der Rechnung erfolgt. Die für die SEPA-Basislastschrift sonst übliche Ankündigungsfrist von 14 Kalendertagen wird damit ausdrücklich verkürzt. Der Zahlungsdienstleister kann dem Kunden zusätzlich eine eigene Benachrichtigung senden.
(4) Der in der Rechnung genannte Einzugstermin ist der Tag, an dem der Rechnungsbetrag fällig wird. Die Parteien bestimmen ihn damit nach dem Kalender im Sinne von § 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB. Fällt der Einzugstermin nicht auf einen Bankarbeitstag, erfolgt der Einzug am nächsten Bankarbeitstag; bei Lastschriften können bis zur Belastung auf dem Konto einige Bankarbeitstage vergehen.
(5) Hält der Kunde die Rechnung für fehlerhaft, teilt er das dem Anbieter unverzüglich in Textform mit (info@multichannel.live). Ein zu viel eingezogener Betrag wird durch Gutschrift oder Rückzahlung ausgeglichen. Das Recht des Kunden, eine Lastschrift nach § 6 Abs. 1 zurückzugeben, bleibt unberührt.
§ 5 Elektronische Rechnung
Der Anbieter stellt Rechnungen ausschließlich elektronisch aus: als PDF per E-Mail an die E-Mail-Adressen der Administratoren des Kundenkontos, gegebenenfalls mit eingebetteten strukturierten Rechnungsdaten (ZUGFeRD/Factur-X), und zum Abruf in der Software unter „Abrechnung“. Der Kunde stimmt dem elektronischen Rechnungsversand zu (§ 14 Abs. 1 UStG) und stellt sicher, dass seine hinterlegten E-Mail-Adressen Rechnungen empfangen können; Änderungen pflegt er in der Software. Eine Rechnung auf Papier gibt es nicht. Die Aufbewahrungspflichten des Kunden bleiben unberührt (§ 6 Abs. 4 AGB).
§ 6 Rückgabe einer Lastschrift, Widerruf, Änderung der Zahlungsart
(1) Bei der SEPA-Basislastschrift kann der Kunde innerhalb von acht Wochen ab dem Belastungsdatum von seinem Kreditinstitut die Erstattung des belasteten Betrags verlangen; bei einer nicht autorisierten Lastschrift ist dies nach den Bedingungen seines Kreditinstituts auch länger möglich. Das ändert nichts daran, dass das Entgelt geschuldet ist: Wird eine Lastschrift ohne Rechtsgrund zurückgegeben, ist der Betrag unverzüglich auf anderem Weg zu zahlen. Der Anbieter stellt dafür in der Software einen Zahlungsweg bereit („Jetzt bezahlen“ unter „Abrechnung“).
(2) Der Kunde kann das Mandat, die PayPal-Vereinbarung oder die Zustimmung zur Kartenzahlung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, bei seiner Bank, bei PayPal oder gegenüber dem Anbieter in Textform (info@multichannel.live). Der Widerruf ändert nichts an der Pflicht, bereits entstandene und künftig entstehende Entgelte zu zahlen; der Vertrag endet nur durch Kündigung (§ 10 AGB). Nach einem Widerruf hinterlegt der Kunde unverzüglich eine andere Zahlungsart oder zahlt den Rechnungsbetrag auf Aufforderung auf anderem Weg. Geschieht beides nicht, gelten die §§ 7 und 8.
(3) Der Kunde kann die Zahlungsart jederzeit unter „Abrechnung“ ändern. Die neue Zahlungsart löst die bisherige ab; dabei bestätigt er diese Zahlungsbedingungen in der dann gültigen Fassung.
§ 7 Fehlgeschlagener Einzug, Verzug, Kosten
(1) Schlägt der Einzug fehl (zum Beispiel wegen mangelnder Deckung, einer abgelehnten oder abgelaufenen Karte oder eines widerrufenen Mandats), benachrichtigt der Anbieter die Administratoren des Kundenkontos per E-Mail und versucht den Einzug bis zu zweimal erneut, etwa drei und sieben Tage nach dem Einzugstermin. Ist erkennbar, dass ein weiterer Versuch mit derselben Zahlungsart nicht gelingen kann (zum Beispiel bei widerrufenem Mandat oder abgelaufener Karte), fordert der Anbieter den Kunden sofort auf, eine andere Zahlungsart zu hinterlegen oder zu zahlen. Offene Beträge kann der Kunde jederzeit unter „Abrechnung“ sofort bezahlen.
(2) Bleibt der Betrag nach diesen Versuchen offen, erhält der Kunde eine Mahnung per E-Mail. Sie kündigt zugleich die Sperre des Zugangs nach § 8 an.
(3) Die Folgen des Verzugs richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Der Anbieter kann insbesondere Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 Abs. 2 BGB) und die Pauschale von 40 Euro (§ 288 Abs. 5 BGB) verlangen; die Pauschale wird auf einen geschuldeten Schadensersatz angerechnet, soweit dieser in Kosten der Rechtsverfolgung begründet ist.
(4) Hat der Kunde zu vertreten, dass eine Zahlung nicht eingelöst oder zurückgegeben wird (zum Beispiel wegen fehlender Deckung), trägt er die dadurch tatsächlich entstandenen Kosten, etwa Gebühren der Banken und des Zahlungsdienstleisters für die Rücklastschrift oder eine Anfechtung. Der Anbieter weist sie auf Verlangen nach. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
§ 8 Sperre des Zugangs
(1) Gerät der Kunde mit einer Zahlung mehr als 14 Tage in Verzug, darf der Anbieter den Zugang nach § 4 Abs. 3 AGB nach vorheriger Ankündigung in Textform bis zum Ausgleich sperren. Für Konten mit automatischer Abbuchung gilt dafür: Der Anbieter sperrt den Zugang frühestens, wenn (a) seit dem Einzugstermin mehr als 14 Tage vergangen sind, (b) der Betrag bis dahin nicht bezahlt ist und (c) er die Sperre dem Kunden mindestens drei Tage vorher in Textform, nämlich per E-Mail an die Administratoren des Kundenkontos, unter Nennung des Datums angekündigt hat.
(2) Die Zahlungspflicht bleibt von der Sperre unberührt (§ 4 Abs. 3 AGB). Während der Sperre bleiben die Daten des Kontos gespeichert, solange der Vertrag besteht (§ 10 Abs. 3 AGB).
(3) Die Sperre wird aufgehoben, sobald der Kunde die offenen Beträge bezahlt und eine funktionierende Zahlungsart hinterlegt hat (Reaktivierung nach § 9 Abs. 3). Eine Sperre aus anderen Gründen, etwa nach § 6 Abs. 5 AGB, wird durch eine Zahlung nicht aufgehoben.
§ 9 Testphase, Reaktivierung und Vertragsschluss
(1) Die kostenlose Testphase bleibt kostenlos (§ 3 Abs. 2 AGB). Hinterlegt der Kunde schon in der Testphase eine Zahlungsart und bestätigt er diese Zahlungsbedingungen, vereinbart er damit ausdrücklich im Sinne von § 3 Abs. 2 AGB, dass die Nutzung nach dem Ende der Testphase ohne Unterbrechung als kostenpflichtiger Vertrag nach der Preisliste fortgesetzt wird (Absatz 2). Möchte er das nicht, teilt er es dem Anbieter vor dem Ende der Testphase in Textform mit (info@multichannel.live); der Anbieter entfernt dann die Zahlungsart, und es entsteht kein kostenpflichtiger Vertrag.
(2) Ist die Testphase ohne hinterlegte Zahlungsart abgelaufen und das Konto deshalb gesperrt, kann der Kunde es reaktivieren: Er meldet sich an, bestätigt diese Zahlungsbedingungen und hinterlegt eine Zahlungsart. Mit dem Abschluss der Reaktivierung vereinbart er ausdrücklich ein kostenpflichtiges Paket nach der zu diesem Zeitpunkt gültigen Preisliste des Anbieters (Paket nach den Bestellungen im Monat, dazu verbrauchsabhängig DHL-Labels, Rechnungen und Amazon-MCF-Aufträge), soweit nichts anderes vereinbart ist. Der kostenpflichtige Vertrag kommt mit der Freischaltung des Kontos zustande. Die Preise kann der Kunde vor der Bestätigung in der Software einsehen.
(3) Wurde das Konto nach § 8 wegen Zahlungsverzugs gesperrt, besteht der Vertrag fort. Die Reaktivierung erfolgt durch Zahlung der offenen Beträge und Hinterlegen einer funktionierenden Zahlungsart; auch dabei bestätigt der Kunde diese Zahlungsbedingungen.
§ 10 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet Zahlungsdaten nur, um die Entgelte einzuziehen, nachzuweisen und gegebenenfalls zu mahnen. Stripe und PayPal verarbeiten die Zahlungsdaten nach ihren eigenen Datenschutzhinweisen. Einzelheiten, Rechtsgrundlagen und Speicherfristen stehen in der Datenschutzerklärung.
§ 11 Änderungen und Schlussbestimmungen
(1) Für Änderungen dieser Zahlungsbedingungen gilt § 11 AGB entsprechend. Bei einer inhaltlich geänderten Fassung bestätigt der Kunde die neue Fassung spätestens, wenn er die Zahlungsart das nächste Mal ändert; sein Konto wird dadurch nicht gesperrt.
(2) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts; der Gerichtsstand richtet sich nach § 12 Abs. 2 AGB. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt (§ 12 Abs. 3 AGB).
Fragen zur Abrechnung und zur Zahlung beantwortet der Anbieter unter info@multichannel.live.